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Die Walburgiskapelle (auch St. Walburg oder St. Walburgis) im oberbayerischen Seeon

Dieses Kleinod wurde als Nebenkirche des Benediktinerklosters Seeon kurz nach dessen Gründung 994 n. Chr. erbaut. Sie diente dem dort angesiedelten Konvent der Benediktinerinnen als Gotteshaus. Im 13. Jahrhundert wurde sie Spitalkirche und im 15. Jahrhundert Pfarrkirche. Nach Brandschäden wurde St. Walburgis ab 1561 aufwendig neu gestaltet. Dabei entstanden kunsthistorisch herausragende und mit sehr wertvollen Pigmenten erstellte Wandmalereien im Stil des Manierismus.  1852 erwarb Amélie von Leuchtenberg den Besitz und begründete den russisch-orthodoxen Friedhof von St. Walburgis.

St. Walburgis wurde 1969 von der Familie Leuchtenberg der Gemeinde Seeon per Schenkung übereignet.

Die jüngste Restaurierung wurde von 2002 bis 2006 durchgeführt.

Wer in die Kirche eintritt, taucht ein in die Zeit der beginnenden Gegenreformation, des aufblühenden Humanismus und der Kunst der späten, bereits stark manieristisch geprägten Renaissance unter Herzog Albrecht V. von Bayern.

 Anfahrtsskizze Walburgiskirche, Kloster Seeon